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Grünenthal im Dialog

Am 10. Dezember 2007 hat sich der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Grünenthal GmbH, Sebastian Wirtz, erstmals mit Vertretern des Bundesverbands Contergangeschädigter e.V. getroffen. Das Gespräch fand mit der Vorsitzenden Margit Hudelmaier und weiteren Verbandsvertretern statt. Mit dieser Unterredung begann der Dialog zwischen Grünenthal und den Contergan-Betroffenen. Die Betroffenen schilderten Sebastian Wirtz ihre Lebenssituation und ihre Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen.

Nach einem regen Briefwechsel kam es zwischen Sebastian Wirtz und dem Contergan-Betroffenen Christian Knabe am 30. Januar 2008 zu einem rein privaten Treffen. Der 46-jährige Christian Knabe war einem breiten Fernsehpublikum als Diskussionsteilnehmer in der ARD-Sendung "Hart aber fair" bekannt geworden. Das Gespräch diente dem persönlichen Kennenlernen. Sebastian Wirtz sagte im Anschluss an das Treffen: "Es war für mich persönlich sehr wichtig, mehr über das Leben von Herrn Knabe und seinen Alltag zu erfahren. Christian Knabe hat mich mit seiner Persönlichkeit sehr beeindruckt, vor allem durch seine positive Lebenseinstellung. Herr Knabe und ich sind uns einig: es ist jetzt Zeit, konstruktiv Lösungen zu erarbeiten."

Grünenthal sucht im Rahmen eines konstruktiven und vertrauensvollen Dialogs mit dem Bundesverband Contergangeschädigter e.V. sowie mit der Bundesregierung nach einer gemeinsamen Lösung, um die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. So hat Grünenthal zum einen die politische Initiative der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag unterstützt, die Contergan-Renten zu verdoppeln. Zum anderen zahlt Grünenthal, freiwillig 50 Millionen Euro in die bestehende Conterganstiftung ein. Mit diesen Geldern verdoppelt Grünenthal den Kapitalstock der Conterganstiftung, so dass einmal pro Jahr ein zusätzlicher, persönlicher Betrag für die Betroffenen ermöglicht werden kann.