Grünenthal bittet um Entschuldigung

Am 31. August 2012 bat der damalige CEO von Grünenthal Dr. Harald F. Stock im Auftrag des Unternehmens, der Eigentümer und Mitarbeiter die von Thalidomid betroffenen Menschen und deren Familien um Entschuldigung.

In einer Rede1 drückte Dr. Stock das Bewusstsein des Unternehmens aus, welch großes Leid die betroffenen Personen durch die Tragödie erfahren mussten, und bat um Entschuldigung für das lange Schweigen. Noch im selben Jahr wurde die Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung Thalidomidbetroffener gegründet, die bisher hunderte von Anliegen von Betroffenen in einer besonderen Notlage unterstützt hat.

Heute kümmert sich die von Grünenthal gegründete Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung Thalidomidbetroffener um Thalidomidbetroffene Menschen, indem sie diese individuell und konkret unterstützt. Die Leistungen der Grünenthal-Stiftung stehen allen Thalidomidbetroffenen Menschen offen, deren Mütter ein Thalidomidhaltiges Präparat von Grünenthal eingenommen haben oder von einem Vertriebspartner, der Thalidomidhaltige Präparate im Namen von Grünenthal vertrieben hat. Auch Betroffene, deren Mütter von einem Lizenznehmer von Grünenthal Thalidomidhaltige Präparate eingenommen haben, können  unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen bei der Grünenthal-Stiftung beantragen.

1 Vgl. Rede von Dr. Harald F. Stock , Vorsitzender der Konzernleitung der Grünenthal Gruppe, anlässlich der Einweihung des Contergan-Denkmals auf Einladung der Stadt Stolberg am 31. August 2012 in Stolberg/Rheinland